Archiv für November 2009

30
Nov
09

Zwischen Himmel und Erde

Sonntag Morgen, pervers früh, alles ist noch dunkel und wir ziehen uns die wärmsten Klamotten über. Im Anschluss hockt sich unser Körper in die Karre während der Geist noch tief am Schlummern ist. Kurz nach 06.00 Uhr treffen wir beim Zwergenbahnhof “Interlaken Ost” ein. Da steigen wir in eine steinalte Bahn, mit Holzbänken und Netzchen-Gepäckhalter ein.

Die Fahrt durch Wälder und über Wiesen ist hübsch. Man fährt an einem Basislager der Rega vorbei, sieht am Waldrand einen steil angelegten Friedhof und irgendwann kommt man in einem Bahnhöfchen an.

In Wengen (DEM Wengen, wo das Lauberhornrennen stattfindet) steigen wir in ein noch älteres Bähnchen um. Pure Nostalgie spürt man hier. So müssen Oma und Opa in jungen Jahren gereist sein. Oder war es vielleicht sogar Ur-Oma und Ur-Opa? Es ist noch alles so, wie anno dazumal. Alles ruckelt, alles quitscht – einfach schön.

Wir tuckern mit dem Züglein immerzu berghoch. Die Aussicht ist fantastisch und plötzlich ist sie da. Gross! Grau! Imposant! Die Eiger Nordwand!!!

Auf der kleinen Scheidegg legen wir eine kleine Pause ein. Jaaa, der Körper muss sich langsam an die dünner werdende Luft gewöhnen. Bis die Jungfraubahn losfährt, vertreibt man sich die Zeit mit der Verarschung der lieben Gäste aus Japan und China (Hemmungsloses ins Foto hüpfen und dabei das Victory-Zeichen in die Photolinse des überraschten Asiaten drücken ist im Moment sehr angesagt).

Dann gehts los. Die Jungfraubahn tuckert los. Von der Nostalgie erkennt man in dieser Bahn nix mehr. Alles ist modern, auf Flatscreens wird man mit vielen Infos zum Bau der Jungfraubahn bedient und vor den Zwischenstopps erzählt das Männchen im Lautsprecher in allen möglichen Sprachen extrem wichtige Wichtigkeiten. Ja, und dann kommt eben der erste Zwischenstopp. Man befindet sich mitten in der Eiger Nordwand, gafft mit den lieben Freunden aus Asien aus einem Fenster und bestaunt die Höhe, das Steile, das Vereiste und einmal mehr die Aussicht.

Das Fährtchen geht weiter und dann ist man da: Top of Europe! Die Luft hier ist tatsächlich etwas dünner als in meiner Heimatstadt. Wir alle keuchen ein bisschen und ich glaube gesehen zu haben, dass der eine oder andere Chinese Grün im Gesicht ist. Wir dackeln direkt zum Eispalast. Jawoll, der Eispalast ist ein ins ewige Eis gearbeiteter Pfad. Wir befinden uns mitten in einem Gletscher und ich will gar nicht wissen, wieviele Kubik Eis sich über meinem Kopf noch befinden.

Nach dem Eispalast sollte es dann soweit sein: Es ist Zeit für einen kleinen Walk auf der Jungfrau. Hier könnte man nun erzählen, wie toll die Aussicht ist und wie fantastisch das Wetter war. Aber was bringen hier schon Worte….

Eben, die Aussicht war phänomenal und der Aletschgletscher bettete sich wunderbar zwischen den Bergen ein. Einfach Hammer! Galaktisch! Umwerfend! Boah…

Nach einem kleinen Walk quer über den Gletscher war noch ein Trip zur Sphinx angezeigt. Die Spinx ist eine Forschungsstation auf der Jungfrau. Wer sich über Atmosphärenforschung mit Laser informieren möchte, soll sich bei der Forschungsstation melden. LIDAR-Systems oder ein SAOZ-Spektrometer gehören wohl zu den Maschinchen, die so einen Forschungsstationsmitarbeiter endlos glücklich machen und über die wohl auch endlos diskutiert wird…

Die Sphinx selber ist ein hübscher Bau, welcher auf einem Eisengitter umgeben ist. Auf diesem Gitter kann man rund um das Gebäude dackeln – und wer unter Höhenangst leidet, kann zwischen den Gitterstäben ins Tal kotzen!

Tja…und immer ist man schön am keuchen…die liebe Luft.

Nach ein paar Stunden verabschiedet man sich dann von den Bergen, der dünnen Luft, dem Schnee, den Husky-Hunden, den “Eingeborenen”, dem Top of Europe und man geht zurück ins Flachland. Da ist alles wieder Grün, die Luft ist schön dicke, alternde Muttis tragen ihre Yorkshire-Terrier in Täschchen herum, Kinder streiten sich wegen jedem Scheiss und Erwachsene benehmen sich keinen Deut besser. Hmm…Ich komme zum Schluss: Ein Ausflug auf die Jungfrau würde jedem Menschen gut tun!

29
Nov
09

Hirn…Teil l

Multiple Sklerose, kurz MS oder auch Mary-Sue, ist mein täglicher Begleiter. Das war natürlich nicht immer so.

Meine Erinnerungen an die MS geht zurück ins Jahr 1996. Damals hatte ich zum ersten Mal Kopfschmerzen. Jeder sagte mir, dass ich eine Migräne hätte und ich habe das bereitwillig geglaubt. Aber Migränen schleppt man keine Woche mit sich herum… Im 2004 kam es dann zum nächsten erinnerbaren Happening. Kopfschmerzen und auf dem rechten Auge sah ich nicht mehr scharf..oder eben doch scharf..oder eben nicht scharf… Frau Neosens ist also zum Augenarzt gedackelt, der hat das Frau Neosens in eine MRI-Maschine gesteckt und als ich zur Besprechung beim Augenarzt war, hat mir der alte Herr gesagt, dass ich da “so Entzündungen” im Hirn hätte. Er hat dem Ganzen keinen Namen gegeben und für mich war die Sache damit erledigt.

Ja, und dann kam 2008. Nachdem ich gerade eine Weiterbildung abgeschlossen hatte und im Job richtig schön durchstarten konnte, hatte ich plötzlich Sehstörungen auf dem linken Auge. Das hat genervt. Einerseits sah ich – einmal mehr – scharf/nicht scharf, dann hatte ich schwarz-weiss-Flecken und zugleich sah ich in Farbe, plötzlich hatte eine Tasse zwei Ränder…es war mühsam.

Einmal mehr schluffte ich zum Augenarzt. Die Ärztin, welche die Praxis des alten Herrn übernomme hat, guckte sich mein Auge an, erzählte mir etwas von “Steroiden” und empfahl mir, sofort ins örtliche Krankenhaus zu gehen. Nun, wer hier weiss schon, was Steroide sind? Ich dachte mir, dass ich im Krankenhaus ein paar Tablettchen abholen würde und es das gewesen wäre. Falsch gedacht. Die Augenärztin hat noch einen hübschen Bericht von HAND geschrieben und mich in der Notfallaufnahme angemeldet. Als ich im Krankenhaus eintraf, wurde ich gleich in so ein schickes Hemdchen gesteckt und in eine Untersuchungsbox gesteckt. Neben mir wurde der Bericht der Augenärztin auf einem Tischchen ausgebreitet und dann kamen und gingen die Ärzten ein und aus, hauten mit Hämmerchen auf Arme und Beine, blendeten mich mit Lämpchen…naja, und als ich mal kurz alleine in der Box war, warf ich einen Blick auf den Bericht. “Verdacht auf MS” stand da.

Tja…jetzt muss man wissen, dass auch meine Mum an MS erkrankt ist, ich in dieses Thema eingelesen bin und ich diese drei Worte sehr gut interpretieren konnte.

An diesem Tag habe ich übrigens das Krankenhaus nicht mehr verlassen. Ich wurde an einen Tropf mit Cortison – einem Steroid – gehängt und auf ein Zimmer geschoben. Tags darauf wurde eine Lumbalpunktion durchgeführt. Ja…die liebe LP…. Bei einer LP wird mit einer Nadel in den Rücken und in den Wirbelkanal gestochen. Dort wird dann Flüssigkeit abgezapft, in welcher ein weiterer Hinweis auf MS zu finden wäre. Okay, ich musste mich also wie ein Croissant zusammenrollen und die Herren Ärzte fingen an, mir eine soooooooooooooooo lange Nadel in den Rücken zu stecken. Jetzt muss man wissen, dass diese Nadel eben zwischen den Wirbeln hindurch geführt werden muss und dieses Unterfangen relativ schwierig ist. Nach 5 Versuchen der anwesenden Assis und nach über einer Stunde in der zusammengerollten Körperhaltung hat dann Chefarzt die Nadel in die Hand genommen und ENDLICH den Wirbelkanal erwischt. Himmer nochmal…so eine LP kann grausam schmerzen. Auch noch Wochen nach dieser Untersuchung hatte ich einen nervösen Ar***.

Auch am Tag darauf war ich noch im Krankenhaus. Ich bekam meine tägliche Ration Cortison, die Abklärungen liefen weiter und die gesamte Ärzteschaft stand irgendwann bei mir im Zimmer. “Liebe Frau Neosens, was denken sie, woran sind sie erkrankt?”. Hat man so einen Satz jemals schon von einem Arzt zu hören bekommen? Normalerweise sagen doch die Jungs und Mädels, woran man leidet und wie man behandelt werden soll. Nun, ich habe folgende Verdachtsdiagnosen geäussert: Borreliose (Zeckenbiss), eine Schilddrüsenfehlfunktion oder eben MS. Der Chefarzt bestätigte mir, dass ich keine Borreliose hätte und dass die Schilddrüse wunderbar funktioniere…..

Fünf Tage nach dem Krankenhauseintritt durfte ich nach Hause gehen. Ja, und wie fühlt man sich, wenn man einen hochdringenden Verdacht auf MS an den Hacken hat? Dank meiner Mum war ich schon damals einigermassen firm im Thema MS. Ich habe also längstens nicht die Panik geschoben, wie man sie vielleicht vermuten würde. Nichtsdestotrotz, bis ans Lebensende mit einer chronischen Krankheit leben zu müssen ist alles andere als prickelnd.

Eine Woche nach dem Spitalaustritt war ich dann bei meinem Hausarzt – mein ganzen Fahrgestell schmerzte wegen der LP dermassen, dass ich irgend eine Dröhung benötigte. Mein goldiger Hausarzt war dann derjenige, der richtig Tachles mit mir gesprochen hat. Die Wörtchen “hochgradiger Verdacht” seien im Grunde nur noch pro forma auf den Bericht getippt worden.

Am 06.05.08 um 10.30 Uhr hatte ich dann einen Termin beim Chef-Neurologen des Krankenhauses. Und seit dem 06.05.2008 um ca. 11.00 Uhr bin ich nun hochoffizielle eine richtig echte MS-Patientin!

18
Nov
09

Sabber-Schlabber

Es gibt Dinge, die der ganzen Erdbevölkerung bekannt sein sollten. Zum Beispiel sollte jeder wissen, dass wir auf der Erde leben und dieser Planet rund ist. Schön ist es auch, wenn man Wasser, Feuer, Erde und Luft unterscheiden kann. Ebenso essentiell ist das Wissen über das dunkle Schweizer Schoggimousse! Wer dieses nicht kennt, hat nicht gelebt…

Und diese Leckerei stellt man folgendermassen her:

300 g dunkle Toblerone Schokolade (zartbitter)
in grosse Stücke brechen, in eine Schüssel geben und Schokolade mit reichlich siedendem Wasser vollständig bedecken. Kurz stehen lassen, bis die Schoggi weich ist*, dann das Wasser vorsichtig abgiessen.

2 frische Eier und 2 Esslöffel Puderzucker rühren, bis die Masse hell ist, sofort zur Schokolade geben und erst jetzt alles gut verrühren.

4 dl Rahm oder Halbrahm, steif geschlagen sorgfältig unter die Masse mischen und bis zum Servieren kühl stellen (nicht länger als 2–3 Std.).

Servieren: Die Mousse auf Teller anrichten und mit Orangensauce oder mit flüssigem Rahm servieren.

Tipp: Dunkle und weisse Mousse zusammen servieren. Das Rezept ist für 6–8 Personen berechnet.

* Die Schokolade verliert dabei die Form nicht. Schmelzprobe: Ein Holzspiesschen lässt sich mühelos in die Schokolade stecken.

15
Nov
09

Unglaublich!!!

Die Schweizer U17-Fussball-Nationalmannschaft war in diesem Jahr zum allerersten Mal an der WM dabei – und heute sind die Jungs gegen Nigeria Weltmeister geworden! Das ist unglaublich!!! Sagenhaft………… Und ja, ich freu mich wie sau!

10
Nov
09

Die Leber

Die Leber ist schon ein fantastisches Organ; ist sie doch immer darum bemüht, dass wir rein und sauber bleiben. Nachdem ich letztes Jahr wegen einer schweren Hepatopathie fast hops gegangen bin, finde ich – jetzt wo ich wieder fit bin - ein anspruchsvolles Lebertraining als angemessen.

So ein Lebertraining sieht bei mir folgendermassen aus:

Ich gehe ins Lebensmittelgeschäft meines Vertrauens, kaufe da:

- 1 Bund Schnittlauch
- 1 Karotte
- 1 Lauchstange
- 6 dl Fleischbouillon
- 3 Eier
- 3 dl Weisswein
- 1 dl Saucensahne
- Salz
- Pfeffer

Wenn ich dann zu Hause bin, gehe ich ans Werk und:

- schnibble den Schnittlauch ganz klein, ebenso werden die Karotte und die Lauchstange in hauchdünne Streifchen geschnitten und dann pochiert.
- Die Bouillon koche ich mit dem Wein auf. Währenddessen trenne ich das Eisweiss vom Eigelb, schütte das Eigelb zur Saucensahne und verklopfe das Zeug schön miteinander. Im Anschluss lasse ich die verklopfte Sahne-Eigelb-Mischung unter Rühren in die heisse Bouillon ein.
- Zu guter Letzt wird das Gemüse noch in die Suppe geschmissen und dann darf dat Süppchen auch mal schön aufkochen und natürlich wird es dann noch gewürzt.

Ja, und dann hat man ein echtes “Soledurner Wysüppli” (Solothurner Weinsüppchen) vor sich. Hmm..Ich grüble gerade, ob der Alk des Weines während dem Kochen nicht doch verdunstet? Wenn es so wäre, hätte ich mit dem Lebertraining wohl ins Klo gegriffen. Aber was solls: Dat Süppchen ist abartig lecker und wen kümmert da noch der Promille-Gehalt?

09
Nov
09

DIE Röhre!

Ich weiss, es ist ein tolles Gerät. Ich weiss, es hilft vielen Menschen. Ich weiss, dass das Teil auch mir dienlich ist. Ich weiss aber auch, dass ich das Ding aus vollem Herzen hasse!

Es war wieder einmal soweit: Die Wortfindungsstörung war halt doch schon etwas ausgeprägter, die letzte Monats-Infusion hatte mächtige Nebenwirkungen und mein Neurologe hatte deshalb die goldige Idee, mich wieder einmal in einen Magnetresonanztomographen zu stecken. Einmal mehr bin ich 45 Minuten vor der Untersuchung in der Radiologie aufgeschlagen und hab um eine Leck-mich-am-A****-Tablette gebettelt. Und jawoll, mein Gejammere war wohl so herzergreifend, dass ich diesmal sogar die GROSSE Lutschtablette bekommen hab. Entsprechend weich und schludrig durfte ich mich dann auf die Liege hauen.

Ja…und was dann kommt, ist trotz Beruhigungsmittel ein Graus. Erst wird der Kopf mit einem Band an den Schragen getackert. Dann wird ein Gitter in einem Abstand von 1.5 cm zum Gesicht über den Schädel gestülpt und das Ding rastet dann irgendwo auch noch ein. Ja, und dann wird man in diese beschi****-kleine Röhre geschoben…bis ganz nach hinten…weit weg vom Rest der Welt…und das Ganze dauert 45 Minuten…und dabei soll man RUHIG bleiben! HA! Das ist ja wohl ein Scherz?!?!?!

Nach jeder Untersuchung bin ich fix und alle und ja, ich hab in der Radiologie schon ein “Mehr-Untersuchungs-Abonnement” gelöst (12 Untersuchungen für den Preis von 10..oder so). Noch blöder als diese doofe MRI-Untersuchung ist aber dann die Besprechung mit dem Neuro…Hach jo, was der wieder zu erzählen hat, will ich im Grunde gar nicht wissen. Wenn er morgen anruft, werde ich einfach nicht hinhören…

03
Nov
09

Voll Easy

Vorweg: Sorry! Ich wollte das nicht! Es tut mir aufrichtig leid! Ich konnte es aber nicht beeinflussen! Ehrlich!!! Sowas hat niemand verdient…

Ja, euer Till Schweiger hat sich “unseren” Baschi gekrallt. Baschi ist ein Casting-Show-Kind und hat damals glücklicherweise – oder sollte ich sagen, dummerweise – die schweizer Super-Star-Show nicht gewonnen. Gewonnen hat der Sack nichtsdestotrotz aber einen Vertrag mit einer grooohooossen Plattenfirma. Okay, Baschi-Schatz hat ca. zwei Songs, die auch mir gefallen. Aber als Mensch ist der Kerl kaum zu ertragen. Alles im Leben von Baschi ist “voll easy” und “so geil”…

Tja, und jetzt hat der Herr Schweiger den Baschi engangiert, damit dieser im neuen Schweiger-Film ein Liedchen trällert. Na bravo! Baschi-Schätzcken ist nun aufgebrochen, Deutschland zu erobern! Ääähh….erst haben wir euch Paola und Kurt Felix geschickt, nun kommt Baschi hinterher… Sorry dafür! Das ist voll nicht “geil” und sowas von “uneasy”!!! Schuldigung!

PS: Guckst du hier, wenn du Baschi und ein bisschen Gotteslästerung hören willst…

02
Nov
09

Büro! Büro!

Es ist Krieg ausgebrochen – im Büro! Ja, einmal mehr finden Umstrukturierungen statt und einmal mehr werden ganze Teams versetzt, Chefs aus ihren Büros gerissen und popelige Sachbearbeiter mit zarten Druck gegen den Gebäude-Ausgang buxiert. Wer die letzten zehn Jahre in diesem Betrieb schon gearbeitet hat, wird diese Umstrukturierung aber extrem gelassen vorbeiziehen lassen.

Tja, was darf ich nun erzählen? Will irgendwer wissen, wie sich Team-Kollegen benehmen, wenn es darum geht, ein Einzelbüro unter den Nagel zu reissen? Oder soll ich mal beschreiben, wie hysterisch die eine oder andere Kollegin reagieren kann, wenn sie erfährt, dass sie KEIN Einzelbüro bekommt? Will jemand erfahren, wie oft hinter vorgehaltener Hand über die eine oder andere Büro-Verliererin geratscht wird? Oder könnt ihr euch vorstellen wie es ist, in einer Horde wilder Idioten zu stehen, die wegen BÜÜÜROOOS schier am Rad drehen?

Mir fehlt da echt das Verständnis. Die letzten Jahre sass ich in so einem Kanickelstall (ja, die Einzelbüros sind so klein, dass der Tierschutz uns eigentlich hätte retten müsste) und ich sags mal so: In einem Gebäude mit rund 500 Büros kann man sagenhaft einsam sein! Warum quengeln also alle herum und wollen in so eine “Box” gesteckt werden? Ich meine, jedes Klo ist grösser…

Heute nun ging es um die Neuzuteilung der Büros! Hochgezogene Lefzen konnte man entdecken, Killerblicke wurden in die Runde geschickt, die Mitleidsnummer wurde abgezogen – und ich hab darum gebeten, KEIN SCHEISS-EINZELBÜRO mehr zu kriegen. Ja, und ich gebs zu: Ich mag die dümmlich-dämlichen Visagen meiner Kollegen extrem gerne. Ich hab noch selten soviel Verwirrung und Unverständnis in deren Gesichtern gesehen nachdem ich um einen “Gemeinschaftsplatz” gebeten habe. Tja…wenn die wüssten….

In spätestens zwei Jahren gibts einen groooooossen Umzug und dann hockt gerade mal niemand mehr in einen Einzelbüro! Hö hö hö…




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