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Dez
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Mona und die liebe Ataxie

Die Multiple Sklerose kann es mit sich bringen, dass man gelegentlich ein bisschen schwankt. Manchmal schwankt man sogar ein bisschen stärker und gelegentlich könnte man den Eindruck gewinnen, dass der MS-Kranke stockbesoffen ist. Nun, dem wird in den seltensten Fällen wirklich so sein.

Um der Schwankerei etwas entgegen zu wirken, gibt es eine sehr schicke Therapie. Sie nennt sich “Hippotherapie”. Jawoll…ich dachte erst auch: Hippo-wieviel??? Um Himmels Willen, was haben den Flusspferde mit dieser Krankheit zu tun? Hippo?? Ääähh…

Es stellte sich heraus, dass Hippotherapie nix anderes ist, als Pferdchenreiten in Begleitung einer Physiotherapeutin und einem Pferdeführer. Und so eine Therapie ist jedes mal der Hammer. Man muss sich nämlich vorstellen: Vor der Therapie kann ich jeweils nur wenige Sekunden auf einem Bein stehen – nach der Therapie stehe ich wie eine Eiche auf einem Bein. Das ist sehr, sehr cool! Ja, und meine Heldin in der ganzen Sache ist Mona. Mona ist eine Freibergerin mit einem sagenhaften Gemüt. Ich finde Mona toll!

Wer gerne einmal ausprobieren möchte, wie sich das Leben mit MS anfühlt, dem sei folgender Link empfohlen:

Bitte auf “Symptome nachempfinden” klicken

Sehstörungen, Tremor (Schlottern) und die Ataxie (Gangunsicherheit) sind auf dieser Seite in etwa wiedergegeben. Die Sehstörungen kenne ich nur zu gut – diese haben schlussendlich auch zur Diagnose geführt. Der Tremor ist inzwischen ein Freund, auf den Verlass ist. Bin ich müde oder habe ich mir zuviel aufgeladen, schlottere ich ein bisschen vor mich her. Auch in solchen Momenten kanns schon mal vorkommen, dass man von fürsorglichen Mitmenschen auf den persönlichen Alkoholkonsum angesprochen wird… Ja, und zu guter Letzt meine Königsdisziplin: Hardcore Schwanken-Schunkeln-Torkeln :-D


6 Antworten zu „Mona und die liebe Ataxie“


  1. 21. Dezember 2009 um 16:19

    Danke für den Link, als nicht betroffener Mensch kann man sich das nur schwer vorstellen.

  2. 22. Dezember 2009 um 02:40

    Die Seite ist auch für Laien gut verständlich gemacht und nach dem “Symptome nachempfinden” kann ich jetzt etwas besser verstehen, wovon du schreibst. Danke für den Link!

  3. 22. Dezember 2009 um 15:02

    ebenfalls danke – ich werde mal darüber nachdenken, ob ich eine kollegin frage, die garantiert nicht unter alkoholsucht leidet, ob sie vielleicht MS haben könnte… und pferde sind großartig, tiere allgemein, hast recht :D .

  4. 24. Dezember 2009 um 11:29

    Der Eindruck den man auf der WebSeite gewinnt ist hilfreich sich Gedanken und Bewertungen erst einmal zu verkneifen. Merci.

  5. 2. Oktober 2010 um 15:05

    gibt’s dich eigentlich noch? ich hoffe doch! grüße aus der verregneten pfalz. :)

  6. 6 Sabina Holzmann
    13. September 2011 um 06:39

    Unglaublich! Ich interessiere mich schon lange für Hippotherapie – allerdings vor allem in Bezug auf Kinder und suche ständig Informationen dazu – danke für Deinen Beitrag!
    Zum Glück ist diese Therapieform inzwischen so weit etabliert, dass sie gesellschaftlich und teilweise sogar schon von Krankenkassen anerkannt ist.
    Sogar Manager haben sie inzwischen für sich entdeckt, das Pferd wird nämlich auch als “Mentor / Coach” eingesetzt – siehe http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/175234.html – ich hoffe nur, dass dadurch keine Ressourcen blockiert werden für die Leute, die es wirklich brauchen…
    Alles Gute!


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